DSC_0091.JPGEndlich ist es wieder soweit: die Football-Saison hat angefangen. Nach Lust und Laune ist es also wieder moeglich das gesamte Wochenende vor der Glotze zu sitzen und sich ein Spiel nach dem anderen anzuschauen (alles moeglich dank des Aufnahmegeraets, welches bis zu vier Sendungen gleichzeitig verarbeiten kann). Bei mehr als 10 Spielen pro Woche (jeweils 3 Stunden) kann man sich wunderbar von der Aussenwelt abkapseln – machen wir aber nicht. Stattdessen werde ich den Konsum aufs Minimum reduzieren, ich schaue also nur die Spiele der San Diego Chargers – ein fairer Kompromiss finde ich.

Bevor die Saison allerdings so richtig los geht, finden sogenannte Preseason-Spiele statt, also eine Vorsaison, die keinen Einfluss auf die Saisonstatistik und damit auf die Qualifkation fuer die Playoffs hat. Haeufig laufen die Stammspieler in diesen Spielen hoechstens fuer eine Halbzeit auf, meistens weniger oder gar nicht. Der eiskalte Kapitalismus sorgt dennoch dafuer, dass die Tickets genauso viel kosten wie fuer ein normales Saisonspiel, also fuer die guten Plaetze blaettert man 98 Dollar hin (zuzueglich Steuern und anderer Gebuehren). Gluecklicherweise haben wir aber bei einer Ticketboerse ein paar guenstige Tickets (46 Dollar pro Karte in ausgezeichneter Lage) ergattern koennen und haben uns am letzten Samstag dann mit hohen Erwartungen auf den Weg zum Qualcomm Stadium gemacht. Wir, das sind Poornima und ich. Urspruenglich war ich etwas skeptisch, was das Interesse der Dame an dem Spiel angeht und die Regeln habe ich ihre mit Hilfe einer Serviette kurz vor dem Spiel erklaert. Waehrend des Spiels der Chargers gegen die Seattle Seahawks hat sie dennoch manchmal etwas erstaunt geschaut, wenn die Zuschauer auf einmal jubelten oder fluchten obwohl auf dem Feld nicht so viel passiert war (anscheinend).

DSC_0060.JPGDas Spiel selbst war ein Wechselbad der Gefuehle: Treffer – Gegentreffer – Gegentreffer – Treffer – Verloren. Das Spiel war aber bis zur letzten Sekunde spannend und beinahe haetten die Chargers auch den fuer den Sieg notwendigen Touchdown erzielt – aber eben nur beinahe. Da es sich ausserdem um das erste Spiel der Saison bzw. Vorsaison handelte, wurde zusaetzlich dem Militaer Tribut gezollt. Verwundete Soldaten wurden geehrt, die amerikanische Flagge wurde auf dem gesamten Spielfeld waehrend der Nationalhymne ausgebreitet und waehrend der letzten Zeilen der Hymne rauschten dann noch 4 Kampfjets ueber das Stadion – so wie man das aus dem Fernsehen kennt. Zur Halbzeit gab es ausserdem noch ein Feuerwerk.

Insgesamt war es ein sehr schoener Abend und Poornima hat es entgegen meiner Erwartungen sehr gefallen. Sie moechte jetzt sogar auch ein Chargers-Jersey (also ein Fan-Trikot) haben – gluecklicherweise ist die pinke Version nicht mehr verfuegbar. Und die Karten fuer das naechste Spiel sind auch bald im Einkaufswagen: am 27. September geht es gegen die Miami Dolphins – diesmal Hauptsaison, mit den Topspielern am Start.

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